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Hypnosetherapie zur Stärkung des Bewusstseins

Hypnosetherapie zur Stärkung des Bewusstseins Begriff
Zwar bedeutet das griechische Wort „Hypnos“ Schlaf, aber mit Schlaf- oder Traumzuständen hat die Hypnosetherapie nichts zu tun. Während einer Hypnose verändert sich der Bewusstseinszustand, so dass die Patienten die Umwelt kaum noch wahrnehmen und sich stattdessen völlig auf ihre Erinnerungen und Gefühle konzentrieren können. Diesen Effekt macht man sich in der Hypnosetherapie zunutze. Im Zustand tiefer Entspannung lenkt der Therapeut die Aufmerksamkeit auf verschüttete oder nicht bewusste Fähigkeiten, die noch im Patienten verborgen sind. Der Therapeut kann nur betonen oder ans Licht holen, was bereits vorhanden ist. Auch unter der Hypnose kann er dem Patienten nichts einreden oder etwas tun lassen, womit der Patient nicht einverstanden ist. Die Hypnose zählt zu den Suggestionstechniken. Ein Beispiel für Autosuggestionen. Wenn man vor einer Prüfung sagt: „Das schaffe ich nie!“, werden die Erfolgsaussichten auch nicht positiv sein. Ist man dagegen optimistisch und gelassen und denkt: „Ich werde diese Prüfung gut bestehen“, dann sind die Erfolgschancen tatsächlich sehr groß.

Die Hypnosetherapie kann einen helfen, den Rücken zu stärken und den Umgang mit Stress besser zu bewältigen, wenn man durch Hypnose statt Kritik oder Selbstzweifel eine positive Verstärkung hört. Der Psychiater Milton Erickson (1901-1980) entwickelte vor über 30 Jahren in den USA die moderne Form der Hypnose, wie sie heute von Ärzten und Therapeuten angewandt wird. Bei der Hypnose nach Erickson handelt es sich um eine kommunikative Kooperation von Therapeut und Klient, wobei der Hypnotherapeut dem Klienten hilft, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand für die Veränderungsarbeit zu nutzen. In diesem Zustand steht die vom Bewusstsein des Klienten ausgeübte Kontrolle mehr im Hintergrund, dadurch treten unbewusste Prozesse dann stärker in den Vordergrund der Aufmerksamkeit. Milton Erickson hatte dabei ein anderes Verständnis vom Unbewussten als es bis dahin in der Psychotherapie üblich war. Er glaubte, dass das Unbewusste ein Quell an Ressourcen und Kreativität birgt, und nicht im Freudschen Sinn der Sitz des Abgelehnten und Verdrängten sei. Er sah eher im Bewusstsein einen Störfaktor für Persönlichkeitsveränderungen. Er versuchte mit Tranceinduktionen den analytischen Verstand abzulenken, um dem Unbewussten Raum zu geben für kreative Veränderungen des Klienten.

Behandlung
Die Hypnosetherapie wird heute bei zahlreichen Krankheiten erfolgreich angewandt
. Besonders gut wirkt sie bei psychosomatischen Erkrankungen, die anderen Behandlungen nur schwer zugänglich sind. Dazu gehören komplizierte Krankheitsbilder mit körperlichen und seelischen Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, Neurodermitis und Psoriasis, Reizdarm, Tinnitus und Drehschwindel. Auch vor Operationen hilft die Hypnose gut gegen starke Ängste und in der Chemotherapie bei Krebsleiden gegen Übelkeit und Erbrechen. Auch nach einer unangenehmen Magen- oder Darmspiegelung berichten Patienten mit vorangehender Hypnosebehandlung, weder Angst noch Schmerzen empfunden zu haben.
Auch psychische Krankheiten sind der Methode gut zugänglich. Bei Depression, Angstattacke, Verhaltensstörung oder Zwangshandlung hat sie große Erfolge. Besonders Patienten nach einem schweren Trauma können damit wieder ihr inneres Gleichgewicht finden. Waren sie vorher überzeugt, dass sie gelähmt, stumm oder taub seien, kann die Hypnose den Realitätsbezug wieder herstellen. Ein weiterer Schwerpunkt der Hypnosetherapie sind Raucherentwöhnung und Gewichtsabnahme. Der Entschluss des Patienten zu einer gesünderen Lebensführung kann durch den Therapeuten gestärkt und gute Vorsätze endlich in Taten umgesetzt werden.
Schafft Linderung / Hilft bei:
Auch vor Operationen hilft die Hypnose gut gegen starke Ängste und in der Chemotherapie bei Krebsleiden gegen Übelkeit und Erbrechen. Gegen Schmerzempfindung bei einer Magen- oder Darmspiegelung.
Magen-Darm-Erkrankungen (u.a. Reizdarm, Übelkeit und Erbrechen. Magen- oder Darmspiegelung)
Neurologische Erkrankungen (u.a. Spannungskopfschmerzen, Neurodermitis und Psoriasis, , Tinnitus und Drehschwindel)
Psychovegetative Erkrankungen (u.a. Depressionen, Schlafstörungen, Nervosität, Prüfungsangst, Angstattacke, Verhaltensstörung und Angstatacken)
Suchterkrankungen (u.a. Rauchen, Esssucht)

Hintergrund
Bereits 6000 Jahre vor unserer Zeit war die Methode im alten Ägypten weit verbreitet und gehörte zu den anerkannten ärztlichen Behandlungen.
Schon vor 200 Jahren versetzte Franz Anton Mesmer (1734-1815) mittels Hypnose die Damen der feinen Gesellschaft in Hysterie. Auch Sigmund Freud therapierte vor der Entwicklung der Psychoanalyse seine Patienten damit.
Die meisten Menschen stehen der Hypnose heute eher skeptisch gegenüber, da sie durch Fernsehshows den Eindruck gewonnen haben, man sei einer Beeinflussung durch den Hypnotiseur willenlos ausgeliefert. Mit ernsthafter Hypnose als Therapie haben solche Showeinlagen jedoch wenig zu tun.
Die Hypnotherapie wurde vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie im Jahr 2006 als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des § 11 Psychotherapeutengesetzes für Erwachsene in bestimmten Anwendungsbereichen anerkannt.

Weiterführende Links:

Atemtechnik und rechtes Denken nach Dr. Shioya

Qigong - heilende Bewegung

Die sanfte Bewegung des Tai Chi

Akupressur hilft ganz einfach

Aromatherapie - eine duftende Heilpraktik

Akupunktur

Kinesiologie




Weiterführende Literatur zu Hypnosetherapie:




Moderne Hypnosetechnik
Hypnose lernen
Erickson und die Anfänge des Neurolinguistischen Programmierens
Nichtraucher durch Selbsthypnose
Hypnosetherapie von Bongartz und Bongartz
Therapeutische Trance von S.Gilligan
Die gestufte Aktivhypnose, Eine Anleitung zur Methodik und Klinik
Die Poesie der Psychosen. Zur Hypnotherapie des Verrücktseins von Milzner
Einführung in die Hypnotherapie von B Peter
Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin von D. Revenstorf und B. Peter
Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung von G. Schmidt
Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie von Revenstorf


Dieser Text ist rein informativ und nicht als Diagnose oder Therapieanweisung gedacht. Für Fragen zu Ihrer eigenen gesundheitlichen Situation konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt.
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Weiterführende Literatur zu diesem Thema:

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