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Kümmel gegen Festtagsvöllegefühl

Kümmel gegen Festtagsvöllegefühl Gewürzklassiker Kümmel

Kümmel, botanisch Wiesenkümmel oder Gemeiner Kümmel (Carum carvi), ist eines der ältesten Gewürze in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Kümmel ist nicht nur als typisches Gewürz für die deftigen Schmorgerichte, die im Winter besonders beliebt sind, sondern auch in der Naturheilkunde nimmt der Kümmel schon lange einen festen Platz ein.

Kümmel regt den Appetit an und fördert die Verdauung, besonders von fetten Speisen, indem er die Produktion von Magensäften anregt. Dass man die schweren, meist auch fetten Wintergerichte damit würzt, macht also durchaus Sinn.

Neben Völlegefühl hilft Kümmel gegen Bauchkrämpfe und löst Blähungen. Kümmelöl, tropfenweise auf Zucker eingenommen, wird in der Naturheilkunde eine (allerdings wissenschaftlich nicht belegte) Wirkung bei Kopfschmerzen, Migräne, schlechter Verdauung und Blähungen zugeschrieben.

Auch stillende Mütter wissen ihn zu schätzen, denn Kümmel regt die Milchbildung an.

Die enthaltenen Gerbstoffe und ätherischen Öle im Kümmel entfalten in jeder Form ihre Wirkung. Im Norden Europas schätzt man ihn deshalb auch als Likör oder Branntwein, wie z. B. den skandinavische Aquavit. Kümmel ist auch als Fertigpräparat in Form von Kapseln oder Kräuterteemischung in Apotheken oder Drogerien zu haben.

Verwandt mit unserem Kümmel sind auch der nicht nur in asiatischen Küche beliebte Kreuzkümmel und der orientalische Schwarzkümmel. Ausser dem Namen haben diese Kümmelarten aber nicht viel gemeinsam, die Aromen sind sehr unterschiedlich.

Geschichtliches
Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit belegen es: der Kümmel ist eines der ältesten in Europa verbreiteten Heil- und Gewürzkräuter. Kümmelfrüchte hat man in Ausgrabungen von Pfahlbauten gefunden, die sich auf 3000 v. Chr. zurückdatieren lassen. Seine Verwendung in der Küche lässt sich bereits in dem Marcus Gavius Apicius zugeschriebenen Kochbuch De re coquinaria nachweisen, das wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n. Chr. entstand.

Er gehört damit nicht zu den exotischen Gewürzen, die ihren Weg aus Amerika, Asien oder Afrika erst vor einigen Jahrhunderten zu uns fanden. Sein Anbau war aber nicht nur auf Europa beschränkt. Schon die alten Ägypter gaben ihren Verstorbenen alle für sie unentbehrlichen Dinge mit in das Grab, um sie für die Reise ins Reich der Toten auszustatten, die Früchte des Kümmels gehörten auch dazu.

Dieser Text ist rein informativ und nicht als Diagnose oder Therapieanweisung gedacht. Für Fragen zu Ihrer eigenen gesundheitlichen Situation konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt.
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