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Die Zwiebel gut für Haut und Magen

Die Zwiebel gut für Haut und Magen Die Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine zweijährige Kulturpflanze aus der Gattung Lauch (Allium).

Dass viele Gerichte erst durch die Knolle ihre Würze bekommen, ist jedem bekannt. Dass die Zwiebel aus der Familie der Liliengewächse aber auch eine lange Tradition in der Heilkunst hat, ist dagegen schon fast in Vergessenheit geraten.

Bereits in den Schriften der Bibel und in Aufzeichnungen über den Bau der Pyramiden im alten Ägypten findet sie Erwähnung.
Im Mittelalter, als Mönche für die Behandlung von Krankheiten zuständig waren, spielte die Zwiebel neben den zahlreichen Heilpflanzen eine grosse Rolle. Zahlreiche noch erhaltene Rezepte belegen es: Ob Haarausfall oder Schnupfen, immer wurde aus der Zwiebel, ein passendes Heilmittel hergestellt.

Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle sind die Grundlage des unverwechselbaren, kräftigen Aromas. 100g rohe Zwiebel enthalten nur 28 kcal, Wasser 88 g; Kohlenhydrate 5,6 g, Fett 0,01g ausserdem andere Bestandteile wie Vitamine (A, C, E und verschiedene aus der Gruppe B), Mineralstoffe (unter anderem Eisen, Phosphor, Kalium und Calcium) und pflanzliche Hormone machen aus dem unscheinbaren Gemüse eine Heilpflanze.

Gegen Wespen- oder andere Insektenstiche behilft man sich mit einer aufgeschnittenen Zwiebel oder einer Packung mit kleingeschnittenen Zwiebelwürfeln.

Was sich die Volksmedizin schon seit Jahrhunderten zunutze macht, wurde jetzt im Labor analysiert: die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken entzündungshemmend, antibakteriell und schleimlösend.

Aber nicht nur bei grippalen Infekten, sondern auch bei den verschiedensten Verdauungsproblemen ist die gute Wirkung der Zwiebel schon lange bekannt.

Die Zwiebel regt die Sekretbildung der Magen- und Darmschleimhaut an, aber auch die Funktion von Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Dadurch werden mehr Verdauungssäfte produziert und der Appetit angeregt.

Die Zwiebel hilft gegen kolikartige Beschwerden und wirkt gastreibend. Nur wer unter einer Übersäuerung des Magens leidet, sollte sie sparsam verwenden. Neueste Studien lassen zudem hoffen, dass durch die pflanzlichen Inhaltsstoffe der Zwiebel Darmpolypen am Wachstum gehindert werden, so dass regelmässiger Genuss eine bösartige Veränderung der Polypen in ein Krebsgeschwür verhindern kann.

Altes Hausmittel
Die Herstellung eines bewährten Hausmittels gegen trockenen Husten, Heiserkeit oder Halsschmerzen ist einfach: 125 Gramm kleingehackte Zwiebeln werden mit ¼ Liter Weinessig übergossen und für eine Stunde mit einem Tuch abgedeckt. Danach wird alles durch ein sauberes Tuch ausgepresst und mit dem gleichen Anteil eines guten Honigs vermischt. Jede halbe Stunde nimmt man davon einen Teelöffel. Wer das zum umständlich findet, kann auch kleingeschnittene Zwiebelwürfelchen direkt mit Honig vermischen, für einen Tag in ein sauberes Gefäss füllen und stehen lassen, bis die Mischung gut durchgezogen ist. Auch davon sollte man mehrmals täglich einen Teelöffel einnehmen. Häufig wird auch über sehr gute Erfahrungen berichtet, wo Zwiebelsaft, direkt ins Ohr geträufelt oder eine Kompresse mit kleingehackter Zwiebel selbst bei Ohrenschmerzen Linderung brachte.

Wieso weinen wir beim Zwiebel schneiden?
Menschen müssen beim Schneiden der Zwiebel „weinen“, weil das im Inneren der Zelle befindliche Enzym Aliinase die Aminosäure Isoalliin unter anderem in das reizende Propanthial-S-Oxid spaltet, welches dann durch Verdunstung und Spritzer die Schleimhäute reizt; infolgedessen tränen die Augen.

Geschichtliches
Die Küchenzwiebel stammt aus den Steppengebieten des west- und mittelasiatischen Raumes, wahrscheinlich aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan .Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Bei den alten Ägyptern wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe gereicht. Sie waren zudem eine Art Zahlungsmittel für die beim Pyramidenbau eingesetzten Arbeiter und wurden den Toten als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Davon zeugen die im Grab des Tutanchamun gefundenen Zwiebelreste. Eine über 4000 Jahre alte sumerische Keilschrift enthält Angaben zu Gurken- und Zwiebelfeldern, und im Codex Hammurapi wurden Brot- und Zwiebelzuteilungen für die Armen festgelegt.

Bücher zum Thema:




Die geheime Kraft der Zwiebel
Genuss Frucht: Zwiebel und Lauch. Knoblauch, Bärlauch & Co.
Was die Grossmutter noch wusste, Band 3. Vom Apfel bis zur Zwiebel
W. Morisse: Zwiebeln, zum Heulen gut


Dieser Text ist rein informativ und nicht als Diagnose oder Therapieanweisung gedacht. Für Fragen zu Ihrer eigenen gesundheitlichen Situation konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt.
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