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Muskatnuss hilft bei Verdauungsproblemen

Muskatnuss hilft bei Verdauungsproblemen Als Heilmittel wird die Muskatnuss bei akuten Durchfallerkrankungen bei Erwachsenen eingesetzt. Eine Messerspitze geriebener Muskatnuss in einem Glas lauwarmem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken bringt Abhilfe. Die Muskatnuss gehört zu den sogenannten Gewürzdrogen, weil sie Halluzinationen hervorruft, wenn man grössere Mengen davon eingenommen hat, daher sollte man es bei einem Glas zur Behandlung belassen.

Homöopathie
In der Homöopathie hat die Muskatnuss ebenfalls einen festen Platz. Die Muskatnuss wird bei Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt, vor allem bei Gastritis, einer Entzündung der Magenschleimhaut
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Das ätherische Öl wird durch Dampfdestillation aus zerkleinerten Muskatnüssen isoliert. Es ist farblos bis leicht gelb und riecht und schmeckt nach Muskatnuss. Die Zusammensetzung schwankt je nach Herkunft, Verarbeitung und Lagerung der Nüsse.

Charakteristisch für das Aroma sind die Terpene α-Pinen, β-Pinen, Sabinen, Limonen, Borneol, Terpineol, Eugenol und Isoeugenol. Eine weitere Gruppe von Inhaltsstoffen sind Phenylpropanoide wie Myristicin, Safrol und Elemicin. Diese Stoffe wirken als Halluzinogene, weil ihre biologischen Umwandlungsprodukte ähnliche Strukturen besitzen wie Meskalin und Amphetamin. Safrol wirkt zudem krebserzeugend und mutagen. Andere ihrer Bestandteile verhindern aber sehr wirkungsvoll einen Missbrauch als Droge: Nach Einnahme von mehr als einer halben geriebenen Muskatnuss setzen starke Nebenwirkungen wie Übelkeit, Rauschzustände oder Vergiftungserscheinungen ein.

Botanisches
Heute wird der Muskatnuss Baum vor allem auf Plantagen in Südamerika, Asien und Afrika, aber auch in der Karibik (Grenada wird auch die Muskatnuss Insel genannt) angebaut. Muskatnüsse sind das Hauptexportprodukt Grenadas und eine Muskatnuss ist sogar Bestandteil der Flagge Grenadas.

Der Muskatnuss-Baum kann bis zu 100 Jahren alt und bis zu 16 Metern hoch werden. Erst ab seinem 8. Jahr trägt er gelbliche Früchte, die beim Heranreifen aufplatzen und die sogenannte Muskatnuss freigeben. Der Baum beginnt zu tragen, wenn er acht Jahre alt ist, und erreicht den höchsten Ertrag mit etwa 15 Jahren.

Der langfristige Aufbau von mehr als 8 Jahren bis zur Ernte brachte Grenada vor Jahren in akute wirtschaftliche Schwierigkeiten, da ein großer Bestand der Anpflanzungen beim einem Hurrikan vernichtet wurde.

Geschichtliches
Den Ärzten der Antike war die Muskatnuss unbekannt. Die erste gesicherte Überlieferung stammt von dem byzantinischen Arzt Simon Seth, der im 10. Jahrhundert über die Muskatnuss schrieb, „dass sie dem Magen, der Leber und dem Herzen nütze“, aber auch bereits vor dem übermäßigen Verzehr warnte, „weil sie dann den Eingeweiden schade“. Ursprünglich heimisch war der Muskatnussbaum auf den indonesischen Molukken, den sogenannten Gewürzinseln. Da Gewürze wie Muskatnuss im fernen Europa bis dahin völlig unbekannt und sehr begehrt waren, brachten sie den Händlern mit jedem Schiff, das seinen Heimathafen wieder erreichte, ein Vermögen ein. Die für uns heute alltäglichen Gewürze, wurden vor einigen Hundert Jahren noch mit Gold aufgewogen. Die Muskatnuss wurde im 16. Jahrhundert als das Gold Ostindiens bezeichnet. Briten, Spanier, Portugiesen und Niederländer bekriegten sich wegen der Frucht des Muskatnussbaumes.

In Folge der blutigen Auseinandersetzungen um die Muskatnuss wurde ein geschichtsträchtiger Tausch getätigt. Am 18. April 1667 tauschten die Briten die kleine Insel Run, der Banda Inseln im Ostindischen Archipel gegen die viel größere Insel Manhattan an der amerikanischen Ostküste ein, die bis dahin in niederländischer Hand war und damals weniger als 1.000 Einwohner hatte. Im Gegensatz zu Manhattan findet man heute die Insel Run kaum noch auf den Landkarten.


Dieser Text ist rein informativ und nicht als Diagnose oder Therapieanweisung gedacht. Für Fragen zu Ihrer eigenen gesundheitlichen Situation konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt.
Es kann keine Haftung für Schäden jeglicher Art übernommen werden, die direkt oder indirekt aus diesen Informationen resultieren.


Bücher zum Thema:




Giles Milton: Muskatnuß und Musketen, der Kampf um das Gold Ostindiens, ISBN 3-499-61367-0
Heiner Meininghaus: Muskatreiben und Pomander für edle Gewürze. 2001
Vaupel, Elisabeth: Gewürze - Acht kulturhistorische Kostbarkeiten,2002, ISBN 3-924183-85-6

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