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Stevia - süssen ohne Reue

Stevia - süssen ohne Reue Erst seit ein paar Jahren ist auch in der EU die Stevia Pflanze bekannt, deren Produkte eine Zucker Alternative sein können - die nicht ungesund und gleichzeitig nicht synthetisch sind.
Stevia („Süßkraut“, auch „Honigkraut“), ist ein natürlicher Süßstoff. Es besteht hauptsächlich aus dem Diterpenglykosid Steviosid. Steviosid ist für die Süßwirkung der Steviablätter der wichtigste Inhaltsstoff. Steviaerzeugnisse sind in der EU jedoch noch nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

In Südamerika ist wie bei der Acai Beere die Heilkraft der Stevia-Pflanze seit Jahrhunderten bekannt. Die Ureinwohnern von Paraguay und Brasilien benutzen die Stevia-Pflanze zum Süßen von Speisen und Getränken. Stevia wird zurzeit in vielen Teilen Süd- und Zentralamerikas, Israels, Thailands und der Volksrepublik China zur Süßstoffgewinnung angebaut und verwendet
Stevia ist für Menschen mit Diabetes oder Neurodermitis bestens geeignet, denn es enthält keine Kalorien und ist in Pulverform 300 mal süßer als Zucker. Stevia wirkt gegen Entzündungen im Mundraum, Plaque und Karies an den Zähnen.

Geschichtliches
Die stark süßende Wirkung ist den Ureinwohnern seit Jahrhunderten bekannt, erst 1887 machte der Schweizer Naturwissenschaftler Moisés Bertoni die Stevia Planze und deren süße Wirkung der restlichen Welt bekannt und gab ihr 1905 den Namen Stevia rebaudiana Bertoni. 1920 begann der Anbau von Stevia in Plantagen. Erste physiologische Studien folgten1931 bei Kaninchen, Meerschweinchen und Hühnern.

Im 2. Weltkrieg (1941) wurde Stevia in England als Zuckerersatzstoff aufgrund der Zuckerknappheit wegen der deutschen U-Boot-Blockade erprobt. Japan begann 1954 mit der Kultivierung der Stevia in Gewächshäusern. Nachdem in Japan 1969 synthetische Süßstoffe zum Teil verboten wurden ist dort Stevia besonders weit verbreitet und hat einen Marktanteil von 40 % bei den Süßmitteln erreicht. Stevia wird sogar in Coca Cola oder Kaugummi zum Süßen verwendet. Auch in Kanada und den USA (als Nahrungsergänzung seit 1995 erlaubt) hat Stevia als Nahrungsergänzungsmittel seinen Einzug gehalten und selbst in Russland wird es bereits viele Jahre in den Supermärkten vertrieben.

Gesetzliche Lage in der EU
Jedoch in der EU ist die Stevia-Pflanze bis heute nicht als Lebensmittel oder Zuckerersatz zugelassen und darf also in der EU nicht als Süßstoff angeboten werden. In der EU wurde Stevia als erste Pflanze der Novel-Food-Verordnung unterstellt, nachdem auch ein Zulassungsantrag aus Belgien scheiterte. Mittlerweile wird hier die Lobby der Zuckerindustrie vermutet, denn Stevia hat im langjährigen internationalen Gebrauch nie zu Gesundheitsstörungen geführt. Stevia darf in der EU nur als Nahrungsergänzungsmittel oder als Badezusatz mit dem Hinweis auf die eingeschränkte Verkehrsfähigkeit. Die Stevia Pflanze und ihre Inhaltsstoffe wurden inzwischen in zahlreichen Studien untersucht. Auch die Agrarwissenschaftler der renommierten Universität Hohenheim konnten keine gesundheitsschädigende Wirkung bei der Stevia-Pflanze und den Stevia Blättern oder den aus Stevia gewonnenen Süssstoff finden.

Das Stevia nicht mehr aufzuhalten sein wird, wird nicht nur dadurch deutlich das 2007 Coca-Cola 24 Patente basierend auf Stevia als Süßstoff in Cola-Light eingereicht hat, sonder auch das ab August 2008 eine provisorische Einzelbewilligungen für Steviol Glykoside in der Schweiz bewilligt wurde und im Oktober 2008 Stevia in Australien und Neuseeland zugelassen wurde.
Auch Frankreich hat im August 2009 per Dekret eine vorläufige Zulassung für Süßstoffe aus Stevia rebaudiana ausgesprochen.
Ende 2009/Anfang 2010 soll erneut in der EU über eine Zulassung entschieden werden.

Bezugquellen
Dennoch ist es nicht schwierig an Stevia Produkte zu kommen, in diversen Online Shop gibt es alle Formen von Stevia, sei es als Pulverkonzentrat, kleinen Süßstoffportionen für unterwegs oder als flüssiges Süßmittel zu bestellen. Auch in diversen Reformhäusern lässt sich Stevia bereits bestellen, jedoch läuft es dann als sogenannter Badezusatz oder aber sie bringen sich Stevia aus Ihren nächsten Urlaub aus den USA oder sogar aus Russland mit. Ich selbst habe Stevia durch Zufall probiert, als ich mir vor 5 Jahren als ich in Russland beruflich tätig war, Stevia als Süßstoff im gutsortierten Supermarkt im Süssstoff Regal kaufte.

Unkomplizierter Eigenanbau
Da die Pflanze jedoch sehr unkompliziert ist, kann man Stevia auch gut in einen Topf oder Garten mit mäßigen Gießen kultivieren. In spezialisierten Gärtnereien gibt es Stevia-Jungpflanzen oder Stevia-Samen zu kaufen. Geerntet werden jeweils die Stevia-Triebspitzen, die Stevia-Blätter werden dann wie bei der Teegewinnung getrocknet und sind damit schon verwendungsfertig.

Die Stevia –Blätter lassen sich besonders gut zum Tee nutzen, ein kleines Blatt reicht bereit aus. Da 50 g Stevia in Pulverform etwa 12,5 kg Zucker entspricht, sollten Speisen mit Steviazusatz immer vorsichtig abgeschmeckt werden
Am Anfang schmeckt Stevia leicht nach Anis oder Pernod und ist daher besonders im Kaffee ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit kann man sich daran sehr gut gewöhnen und die Gesundheit wird es einem danken.

Dieser Text ist rein informativ und nicht als Diagnose oder Therapieanweisung gedacht. Für Fragen zu Ihrer eigenen gesundheitlichen Situation konsultieren Sie bitte Ihren Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt.
Es kann keine Haftung für Schäden jeglicher Art übernommen werden, die direkt oder indirekt aus diesen Informationen resultieren.


Bücher zum Thema:




Zucker, Zucker Krank durch Fabrikzucker....
von Max Otto Bruker
Stevia - Süßen mit dem Wunderkraut - von Brigitte Speck
Leben ohne Zucker - von Nora Kirchner
No Sugar? Stevia! - von Heidrun Fronek und Peter Grosser
Stevia, natürlich süßen ohne Kalorien von - von Monika Mayer
Stevia, sündhaft süß und urgesund - von Barbara Simonsohn
Stevia – Das Rezeptbuch - von Jeffrey Goettemoeller

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